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Leider unveröffentlicher Leserbrief

zu dem Artikel „Weg für viel mehr Fernwärme in Hildesheim ist frei“. 

HAZ vom 7.3.2026.

Soll am Hildesheimer Hafen künftig gezaubert werden?

Wer den Artikel in der HAZ gelesen hat und über Hintergrundwissen zu dem geplanten Projekt einer Klärschlamm- Verbrennungsanlage (MKVA) am Hildesheimer Hafen verfügt, wundert sich. Aus einer Klärschlamm- Verbrennungsanlage wird in dem Artikel plötzlich eine Phosphor-Recyclinganlage, mit der „der Rohstoff aus dem Klärschlamm bei hohen Temperaturen quasi herausgebrannt“ werden soll. Diese Formulierung erinnert an mittelalterliche Alchemie, nur hatte man damals zum Ziel, Gold zu erzeugen. Aber irgendwie gelingt das mit dieser Anlage auch, denn die Gebührenzahler und die Nutzer der Fernwärme werden es schon richten.

Es ist längst bekannt und von Anfang an durch die KNRN kommuniziert, dass in dieser Anlage am Standort Hildesheim nicht ein einziges Gramm Phosphor zurückgewonnen wird. Am Hafen sollen 135.000 t Klärschlamm verbrannt werden, pro Jahr werden etwa 18.000 t Asche als Produkt entstehen. Aus dieser Asche soll anschließend nach einem Transport auf eine Deponie oder im günstigsten Fall in einer noch nicht bekannten Anlage aus der Asche der Phosphor gewonnen werden. Es wird kein reiner, unmittelbar als Düngemittel verwendbarer Phosphor sein, sondern ausschließlich Phosphorsäure, die in der Industrie genutzt werden kann. 

Mit Eintritt der gesetzlichen Verpflichtung zur Phosphor-Rückgewinnung ab 2029 wird man jedoch nach derzeitigen Prognosen nur ca. 25% der entstehenden Asche verarbeiten können, weil entsprechende Kapazitäten fehlen. Die meiste Asche wird witterungsgeschützt deponiert werden müssen. Hoffen wir, dass dieses der Asche aus der Hildesheimer Anlage und künftigen Generationen erspart bleibt.