Allein in Hildesheim sollen etwa 135.000 t Klärschlamm pro Jahr thermisch behandelt werden. Der Klärschlamm wird vorgetrocknet oder nass angeliefert und enthält dann 75% Wasser und ca. 25% Feststoffe, nach der Trocknung sind das 33.500 t Trockensubstanz (TS) pro Jahr.
Diese Trockensubstanz wird verbrannt, davon bleiben ca. 55% als Asche übrig, das sind also rund 18.000 Tonnen Asche. Aus dieser Asche muss anschließend der wertvolle Phosphor gewonnen werden. Fachleute sagen, dass ab 2029 vermutlich nur 25 % der entstehenden Asche verarbeitet werden kann, weil Kapazitäten zur Rückgewinnung des Phosphors fehlen. Das bedeutet, dass 75 % der Asche für längere Zeit auf Deponien gebracht werden muss.
Es gibt großtechnische Anlagen zur Phosphorrückgewinnung aus Asche, die aber noch nicht „rund“ laufen, weil immer noch technische Probleme zu lösen sind. Das Produkt der Anlagen ist nur Phosphorsäure und kein unmittelbar pflanzenverfügbarer Phosphor.
