ACHTUNG – AKTUELL

Spende für das Gemeinwohl
 
Bürgermeister Marcel Litfin überreicht 250 Euro an die Klärschlamm-Initiative Hildesheim
 
Harsum. Einen Spendenbetrag von 250 Euro hat Harsums Bürgermeister Marcel Litfin an den Vorsitzenden der Klärschlamm-Initiative Hildesheim, Ronald Tölpe, auf der neuen Kanalbrücke über den Stichkanal zwischen Harsum und Klein Förste überreicht. Mit dabei waren auch deren Kassenwart Norbert Peche und Vorstandsmitglied Friedel Reinecke. Litfin betonte, dass er bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl im Gegensatz zur letzten auf die „Give-Aways“, (Wahlwerbegeschenke) verzichte und dieses Geld in Form von Spenden dem Gemeinwohl zugute kommen solle. In diesem Zusammenhang kündige Litfin bereits weitere private Spenden an. Diese Spende jedenfalls bekomme die Initiative, da sie die mögliche Errichtung einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage am Hildesheimer Hafen kritisch begleite, um den Belangen der Menschen und des Naturschutzes im Umfeld der Anlage mehr Nachdruck zu verleihen. Die Gemeinde Harsum sei durch die Autobahn, Bundes- und Landesstraße, Bahnlinie Hildesheim-Lehrte, Flughafen Hildesheim sowie dem möglichen dritten Autobahnanschluss südlich von Asel und Wiederbelebung des Kalischachtes in Giesen schon sehr stark belastet. Bei der angedachten Verbrennung von 135.000 Tonnen Klärschlamm und Jahr, werde der Schadstoffausstoß durch Quecksilber, Dioxine und andere Schadstoffe entsprechend hoch sein. Harsum liege dann genau in der Windrichtung der Anlage an der Hildesheimer Kläranlage, gab Litfin zu bedenken. Vorsitzender Tölpe bedankte sich für die Spende. Das Geld werde für den Einkauf von Sachverständigen sowie für mögliche Gerichts- und Anwaltskosten sicher eine gute Verwendung finden. 
Text und Foto: Hans-Theo Wiechens 
Bündnis für Borsum unterstützt die Initiative gegen die Klärschlammverbrennungsanlage
Die im Rahmen der Jahreshauptversammlung beschlossene Spende für die Klärschlamm-Initiative Hildesheim e.V. in Höhe von 250 € wurde übergeben. An dem Termin nahmen der 1. Vorsitzende Ronald Tölpe, die Schriftführerin Marianne Wasmann und Friedel Reinecke teil. Die Mitglieder des Vorstandes, Bernward Burkard, Alfred Feise und Josef Stuke, bedankten sich für den vorbildlichen Einsatz der Bürgerinitiative. Immerhin geht es darum, die erheblichen negativen Auswirkungen einer solchen Anlage für unsere Dörfer zu vermeiden.
Umweltschonende und effiziente Behandlung von Klärschlamm ist möglich
Vorstandsmitglieder der Klärschlamm-Initiative und die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen der Region Hannover reisten auf eigene Kosten zum Abfallzweckverband in Niederfrohna (Sachsen), um die dortige Pyrolyseanlage zur Behandlung von Klärschlamm zu besichtigen. Die Pyrolysetechnik ist eine effektive Alternative zur Verbrennung, die im mittleren Temperaturbereich die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe (Arzneimittelrückstände, Plastik usw.) eliminiert und dabei nicht CO2 in die Luft abgibt, sondern das Kohlendioxid in einer festen Carbonisatform bindet. Dr. Steffen Heinrich, der Leiter und Entwickler dieser Anlage, referierte anfangs über die Entstehung und den Betrieb dieser Anlage. Er wies darauf hin, dass es auf dem Weg bis zur Fertigstellung auch einige Schwierigkeiten zu überwinden galt. Doch jetzt arbeite diese Pyrolyseanlage bedarfsgerecht für rund 40.000 Einwohnereinheiten störungsfrei. Seit dem 1.4.2020 gab es lediglich eine dreitägige Unterbrechung wegen des Austausches eines Abgasrohres.
Der Betrieb, bei dem es zu keinerlei Geruchs- oder Lärmbelästigung kommt, bedarf täglich einer ca. 30-minütigen „Überwachung“ durch einen Klärwerksangestellten, ansonsten läuft die Anlage vollautomatisch und nahezu wartungsfrei.
Dadurch, dass kein zusätzlicher Klärschlamm angeliefert werden muss, entfallen Transporte, die nicht nur für Lärm, sondern auch für einen gehörigen CO2-Ausstoss verantwortlich sind. Bei der in Hildesheim geplanten Monoklärschlammverbrennungsanlage werden voraussichtlich rund 2.100 t CO2 pro Jahr allein durch die Anlieferung und thermische Behandlung des Klärschlammes entstehen. Das bei der Pyrolyse entstehende CO2 wird dagegen im Endprodukt, dem Carbonisat, für Jahrhunderte gebunden und kann mit in den Boden eingearbeitet werden. 
Regelmäßige Tests belegen, dass das bei der Pyrolyse entstehende Carbonisat mit dem enthaltenen Phosphor ein rückstandsfreies und sofort pflanzenverfügbares Produkt ist, das sich für die Bodendüngung sehr gut eignet. Die bei dem Pyrolyseprozess entstehenden Abgase werden in einen Biofilter geleitet, in dem dann u.a. die Restfeuchte aufgefangen wird. Ein hoher Schornstein, wie bei der Hildesheimer Anlage, ist nicht erforderlich.
In Hildesheim und Umgebung werden wir Menschen, die Tiere und die Umwelt, falls die Klärschlammverbrennungsanlage gebaut werden sollte, völlig unnötig dem Ausstoß von Quecksilber, Stickoxiden und Schwermetallen ausgesetzt. Daran ändern auch nichts die von der KNRN mehrfach herausgegebenen Informationen, dass man bei den Emissionen die vorgeschriebenen Grenzwerte unterschreitet.
Die in Niederfrohna errichtete Anlage wurde zu 80 Prozent von der EU finanziert und ist im Bausteinprinzip beliebig erweiterbar, z.B. auch auf die Stadt und den Landkreis. Die Baukosten der in Hildesheim geplanten Verbrennungsanlage werden dagegen um ein Vielfaches höher sein als in Niederfrohna.
Die Besucher zeigten sich insgesamt sehr angetan von der Pyrolyseanlage und hoffen, dass sich dieses Verfahren auch im heimischen Bereich künftig weiter durchsetzt.

Wohin nur mit dem Klärschlamm?
Das war der Titel eines Zukunftsgesprächs, dass am 14.04.21 als Videokonferenz in Isernhagen stattfand – eine Fachkonferenz auf hohem wissenschaftlichen Niveau.
Anzuschauen jetzt auf YouTube unter dem nachstehenden Link:
https://youtu.be/XneYo9OnA0E?t=162

Hier finden Sie die Fragen, die wir an den Oberbürgermeister und den Rat der Stadt Hildesheim gestellt haben und die leider noch nicht umfassend beantwortet wurden:

23.01.2020 Gemeinsame Informationsveranstaltung des Ortsrates Hasede mit dem Bau- sowie Umweltausschuss der Gemeinde Giesen in der Sporthalle Hasede. Wir waren vor Ort!

Mit rund 200 interessierten Zuschauern war die Haseder Sporthalle bei einer Informationsveranstaltung der Gemeinde Giesen mit dem Ortsrat Hasede und dem Bau- sowie Umweltausschuss sehr gut besetzt. Foto: Horst Berger
Auf dem Bahnhofsvorplatz wurden die Fahrräder für eine Demonstration vorbereitet
Foto: Hans-Jürgen Adebar
Am Hindenburgplatz endete die Strecke für unsere Teilnehmer, die sich einer Demonstration angeschlossen hatten.
Foto: H. Stumpe/KEHRWIEDER