ACHTUNG – AKTUELL

Offenlegung der Planunterlagen!

Das Gewerbeaufsichtsamt Hannover legt ab 06.09.2023 die Planungsunterlagen der KNRN öffentlich bis zum 06.10.2023 aus. Die Einspruchsfrist läuft bis zum 07.11.2023. Am 19.12.2023 wird dann bei Bedarf die Erörterung der Einsprüche stattfinden.

Einzelheiten sind über den nachfolgenden Link ab 06.09.2023 abrufbar:

https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=960f5d42-dc2b-4a3a-9cc5-859974912410

Als Umweltverband anerkannt

Die Klärschlamm-Initiative Hildesheim e. V. wurde vom Niedersächsischen Umweltministerium als Umweltverband nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) anerkannt! Die Anerkennung gilt für den satzungsgemäßen Aufgabenbereich im Raum Hildesheim-Giesen-Harsum. Wir sind damit zur Einlegung von Rechtsbehelfen berechtigt. Im Klartext heißt das, wir sind unmittelbar klageberechtigt.

Mitgliederversammlung der Klärschlamm-Initiative Hildesheim e. V. findet am 24. Februar 2023 statt

Die nächste Mitgliederversammlung findet am Freitag, 24. Februar 2023 um 19 Uhr im Gasthaus Baule in Harsum, Kaiserstraße 52 statt. Die Einladung mit der Tagesordnung erfolgt rechtzeitig über die Presse in Giesen und Harsum sowie per E-Mail an die Mitglieder.

Die Klärschlamm-Initiative Hildesheim e. V. setzt sich für die Natur, die Landschaft und die Umwelt in der Region Hildesheim ein und ist aktiv bemüht, alle Maßnahmen und Beeinträchtigungen zu verhindern, die den Menschen und der Umwelt durch die Errichtung der geplanten Monoklärschlammverbrennungsanlage am Hildesheimer Hafen entstehen können. Unterstützer und neue Mitglieder, denen die Umwelt etwas bedeutet, sind herzlich willkommen. 

Umweltschonende und effiziente Behandlung von Klärschlamm ist möglich
Vorstandsmitglieder der Klärschlamm-Initiative und die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen der Region Hannover reisten auf eigene Kosten zum Abfallzweckverband in Niederfrohna (Sachsen), um die dortige Pyrolyseanlage zur Behandlung von Klärschlamm zu besichtigen. Die Pyrolysetechnik ist eine effektive Alternative zur Verbrennung, die im mittleren Temperaturbereich die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe (Arzneimittelrückstände, Plastik usw.) eliminiert und dabei nicht CO2 in die Luft abgibt, sondern das Kohlendioxid in einer festen Carbonisatform bindet. Dr. Steffen Heinrich, der Leiter und Entwickler dieser Anlage, referierte anfangs über die Entstehung und den Betrieb dieser Anlage. Er wies darauf hin, dass es auf dem Weg bis zur Fertigstellung auch einige Schwierigkeiten zu überwinden galt. Doch jetzt arbeite diese Pyrolyseanlage bedarfsgerecht für rund 40.000 Einwohnereinheiten störungsfrei. Seit dem 1.4.2020 gab es lediglich eine dreitägige Unterbrechung wegen des Austausches eines Abgasrohres.
Der Betrieb, bei dem es zu keinerlei Geruchs- oder Lärmbelästigung kommt, bedarf täglich einer ca. 30-minütigen „Überwachung“ durch einen Klärwerksangestellten, ansonsten läuft die Anlage vollautomatisch und nahezu wartungsfrei.
Dadurch, dass kein zusätzlicher Klärschlamm angeliefert werden muss, entfallen Transporte, die nicht nur für Lärm, sondern auch für einen gehörigen CO2-Ausstoss verantwortlich sind. Bei der in Hildesheim geplanten Monoklärschlammverbrennungsanlage werden voraussichtlich rund 2.100 t CO2 pro Jahr allein durch die Anlieferung und thermische Behandlung des Klärschlammes entstehen. Das bei der Pyrolyse entstehende CO2 wird dagegen im Endprodukt, dem Carbonisat, für Jahrhunderte gebunden und kann mit in den Boden eingearbeitet werden. 
Regelmäßige Tests belegen, dass das bei der Pyrolyse entstehende Carbonisat mit dem enthaltenen Phosphor ein rückstandsfreies und sofort pflanzenverfügbares Produkt ist, das sich für die Bodendüngung sehr gut eignet. Die bei dem Pyrolyseprozess entstehenden Abgase werden in einen Biofilter geleitet, in dem dann u.a. die Restfeuchte aufgefangen wird. Ein hoher Schornstein, wie bei der Hildesheimer Anlage, ist nicht erforderlich.
In Hildesheim und Umgebung werden wir Menschen, die Tiere und die Umwelt, falls die Klärschlammverbrennungsanlage gebaut werden sollte, völlig unnötig dem Ausstoß von Quecksilber, Stickoxiden und Schwermetallen ausgesetzt. Daran ändern auch nichts die von der KNRN mehrfach herausgegebenen Informationen, dass man bei den Emissionen die vorgeschriebenen Grenzwerte unterschreitet.
Die in Niederfrohna errichtete Anlage wurde zu 80 Prozent von der EU finanziert und ist im Bausteinprinzip beliebig erweiterbar, z.B. auch auf die Stadt und den Landkreis. Die Baukosten der in Hildesheim geplanten Verbrennungsanlage werden dagegen um ein Vielfaches höher sein als in Niederfrohna.
Die Besucher zeigten sich insgesamt sehr angetan von der Pyrolyseanlage und hoffen, dass sich dieses Verfahren auch im heimischen Bereich künftig weiter durchsetzt.